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Mai 2012

Hintergrund dieser MWST-Info ist, dass die Eidg. Steuerverwaltung im Rahmen der Einführung des neuen Mehrwertsteuergesetzes ihre Praxis zur Abgrenzung eines von der Mehrwertsteuer ausgenommenen Immobilienverkaufs von einer steuerbaren werkvertraglichen Lieferung verschärft hat und wir feststellen mussten, dass die Umsetzung der neuen Praxis noch nicht bei allen betroffenen Unternehmen stattgefunden hat. Erstellt beispielsweise ein GU auf einer ihm gehörenden Landparzelle eine Wohnüberbauung, welche im Anschluss verkauft wird, so liegt nur dann ein von der Mehrwertsteuer ausgenommener Immobilienverkauf vor, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Insbesondere dürfen die individuellen Käuferwünsche (z.B. zusätzliche Sanitär- oder Küchengeräte, anderer Bodenbelag, etc.) 5% des Pauschalpreises nicht übersteigen. Führen jedoch individuelle Käuferwünsche zu Mehrkosten von mehr als 5%, ist nur der Verkauf des Bodens (Landanteils) von der Mehrwertsteuer ausgenommen und hinsichtlich des Gebäudes liegt eine für den GU steuerbare werkvertragliche Lieferung vor. Dies hat für den GU neben erheblichen administrativen insbesondere auch nicht zu unterschätzende finanzielle Auswirkungen zur Folge, denn dann ist auf der werkvertraglichen Lieferung die Mehrwertsteuer geschuldet, welche i.d.R. nicht auf den Käufer überwälzt werden kann.

PrimeTax Info MWST zum Downloaden

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