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Januar 2012

Gestützt auf einen neueren Entscheid des Bundesgerichts hat die Eidg. Steuerverwaltung (ESTV) ihre Praxis für die Anwendung des Meldeverfahrens auf Dividendenausschüttungen verschärft. Sofern die Dividenden zahlende Gesellschaft die für die Anwendung des Meldeverfahrens erforderlichen Formulare nicht fristgerecht einreicht, wird das Meldeverfahren zur Erfüllung der Verrechnungssteuerpflicht seitens der ESTV verweigert. In der Folge muss die Verrechnungssteuer auf Dividendenausschüttungen abgeliefert und anschliessend vom Anteilsinhaber zurückgefordert werden (im innerschweizerischen Verhältnis ist eine Rückerstattung grundsätzlich erst im nachfolgenden Kalenderjahr möglich). Bei verspäteter Ablieferung der Verrechnungssteuer ist zudem ein Verzugszins von 5% geschuldet. Wird die Frist für die Anwendung des Meldeverfahrens verpasst, kann dies im Ergebnis zu signifikanten Liquiditätsproblemen und Verzugszinsfolgen führen. Bei der Praxisverschärfung der ESTV handelt es sich um eine unliebsame Entwicklung, die ernst zu nehmen ist.

Newsletter 1/2012 zum Downloaden

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